Warmwasserbereitung
Rund 11 Prozent der in den Haushalten aufgewendeten Energie wird zur Bereitstellung von Warmwasser benötigt. Bei der Brauchwassererwärmung werden zentrale und dezentrale Technologien unterschieden.
Bei der dezentralen Brauchwassererwärmung wird das Wasser z.B. über elektrisch betriebene Durchlauferhitzer direkt am Ort seiner Nutzung erwärmt. Daneben existieren sogenannte Warmwassergeysire, die mit Gas betrieben werden. Gegenüber strombetriebenen Durchlauferhitzern weist die Nutzung von Gas eine deutlich höhere Primärenergieeffizienz auf. Gleichzeitig ergeben sich neben der höheren Energieeffizienz aufgrund des niedrigeren Gaspreises geringere Betriebskosten für die Brauchwassererwärmung. Die Investitionskosten sind jedoch meist höher. Ein Vorteil dezentraler Lösungen ist, dass keine Wärmeverluste im Leitungssystem auftreten.
Bei der zentralen Wassererwärmung erfolgt die Brauchwassererwärmung im Gebäude durch eine zentrale Anlage für die Wärme- und Warmwasserbereitstellung mittels Öl oder Gas als Energieträger. Dazu ist i.d.R. neben der Heizung ein Warmwasserspeicher installiert, der durch die Heizungsanlage mit Wärme beladen wird.
Moderne, energieeffiziente Anlagen vermindern mit Hilfe einer intelligenten Steuerung der Pumpen unnötige Wärme- und Energieverluste. Neben den Verlusten durch die Warmwasserzirkulation entstehen auch über den Warmwasserspeicher Wärmeverluste. Es gibt eine Reihe alternativer Konzepte für die Warmwasseraufbereitung. Dazu zählen z.B. solarthermische Anlagen oder deren Einsatz die Energiekosten für die Brauchwasserbereitung deutlich senken können. Aus Sicht der CO2-Bilanz ist eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung sehr sinnvoll. Im Schnitt liefert diese nach 1 bis 2 Jahren Einsatz die Energiemenge, die zur Herstellung, Transport, Montage und Entsorgung der Anlage benötigt wurde. Die Lebensdauer hingegen beträgt durchschnittlich 20 Jahre. In den Sommermonaten kann mit einer solchen Anlage in der passenden Größe nahezu der komplette Warmwasserbedarf gedeckt werden, so dass als angenehmer Zusatznutzen die Heizungsanlage in dieser Zeit abgeschaltet werden kann und so der ineffiziente Teillastbetrieb im Sommer vermieden wird. Der Strombedarf der Umwälzpumpe im Kollektorkreislauf ist bei richtig ausgelegten Anlagen vernachlässigbar im Vergleich zum Energiegewinn durch die Solareinstrahlung.


