Beleuchtungstechnik
Rund 11 Prozent des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten wird für die Beleuchtung benötigt. Ein sehr großer Anteil davon geht auch in modernen Wohnungen durch ineffiziente Technik verloren.
wichtige Begriffe
Die von einer Lampe erzeugte Menge an Licht wird als Lichtstrom in Lumen (lm) angegeben. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen. 1 Lumen pro 1 m2 entspricht dabei 1 Lux. An einem sonnigen Tag werden im Freien bis zu 100.000 lx erreicht, an trüben Tagen sind es immerhin noch 5.000 bis 10.000 lx. In Arbeitsräumen sollte eine Beleuchtungsstärke von 500 lx erreicht werden, in Fluren ca. 100 lx. In einem Meter Entfernung zu einer Kerze besteht ca. 1 lx, in einer klaren Vollmondnacht sind es noch 0,25 lx.
Als Lichtfarbe wird die spektrale Zusammensetzung von Licht bezeichnet. Sie wird bestimmt durch die Farbtemperatur in Kelvin (K) und entspricht der Farbtemperatur, die ein schwarzer Strahler mit eben dieser Oberflächentemperatur hat. Licht mit niedrigen Farbtemperaturen um 3.000 K wird als warm und gemütlich empfunden. Als neutralweiß werden Lichtfarben um 3.500 K bis 5.000 K bezeichnet und als tageslichtweiß werden Lichtfarben größer 5.000 K bezeichnet. Die Farbtemperatur von Sonnenlicht liegt während der Mittagszeit bei ca. 6.000 K, was in etwa der Oberflächentemperatur der Sonne entspricht.
Unter dem Farbwiedergabeindex R a wird die photometrische Größe verstanden, mit welcher sich die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellen gleicher Farbtemperatur beschreiben lässt. Die maximale Qualität des Lichtes wird bei R a=100 erreicht. Am Markt haben sich je nach Anwendung verschiedene Beleuchtungstypen durchgesetzt.
Beleuchtungstechnik
Bei Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren moderner Bauart werden Lichtfarbe und Lichtqualität in Form einer dreistelligen Zahl angegeben. Die erste Ziffer steht dabei für die Lichtqualität, die 9 entspricht dabei R a-Werten größer 90, die 8 steht für R a-Werte von 80 bis 90, usw. Ziffer 2 und 3 geben die Farbtemperatur in Kelvin an, abzüglich der beiden letzten Nullen. Für eine extra warmweiße Lampe mit 2.700 K steht z.B. die Zahl 27 am Ende.
Zur gemütlichen Beleuchtung im Schlaf oder Wohnzimmer bevorzugen die meisten Menschen warme Farbtöne, wie sie auch die gewöhnliche Glühlampe liefert.
Als Arbeitsbeleuchtung sind neutralweiß oder tageslichtweiß meist besser geeignet, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass diese Farbtemperaturen dem Tageslicht zur Mittagszeit entsprechen und daher meist nur in Verbindung mit entsprechend hohen Beleuchtungsstärken auch als natürlich empfunden werden.
Leuchtstoffröhren mit schlechter Farbqualität können Teile des Spektrums nicht darstellen, wodurch Farben teilweise verfälscht wiedergegeben werden, was viele Menschen als unangenehm empfinden. Vollspektrumlampen sind dort zu empfehlen, wo höchste Lichtqualität zu Lasten maximaler Energieeffizienz erwünscht wird.
Energie sparen im Haushalt
In einem deutschen Haushalt werden im Durchschnitt zwei Drittel des Stromverbrauches durch die Bereiche PC & Co, Warmwasser, TV & Audio, Beleuchtung, Kühlen und Trocknen verursacht.
Dabei trägt die Beleuchtung auf Rang vier zu 11 Prozent am Gesamtstromverbrauch eines Haushalts bei und hat daher bei Stromeinsparungen eine maßgebliche Bedeutung.
Je nach Ausstattung des Haushalts lässt sich der Stromverbrauch für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken.


